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Der Befund

0 von 20 geprüften deutschen Onlineshops sind voll lesbar für AI-Einkaufsassistenten, und 0 von 20 tragen Versand- oder Retouren-Daten im Product-Schema. Geprüft von Hand am 02.07.2026, gegen acht öffentliche Signale in sechs Kriterien. n = 20, nicht repräsentativ.

AI-Assistenten beantworten Einkaufsfragen, indem sie Shops von außen lesen. Was sie lesen können, entscheidet, ob ein Shop in diesen Antworten vorkommt. Wir wollten die Zahl hinter diesem Satz, also haben wir 20 etablierte deutsche Shops quer durch die Kategorien von Hand geprüft, gegen die Signale, die ein Agent wirklich abruft.

Was geprüft wurde

Acht öffentliche Signale je Shop, gruppiert in die sechs Kriterien, nach denen auch der Scan arbeitet. Lässt die robots.txt AI-Crawler herein. Ist ein maschinenlesbarer Produktkatalog erreichbar. Tragen Produktseiten valides JSON-LD-Schema mit Preis, Verfügbarkeit, GTIN und Bewertungs-Markup. Existieren Versand- und Retouren-Daten in maschinenlesbarer Form. Und liegt eine llms.txt mit Agent-Instructions vor. Jedes Signal ist öffentlich, jeder Shop-Betreiber kann sie ohne Werkzeug selbst prüfen.

Die Ergebnisse

  • 0 von 20Voll lesbar für AI-AgentenKein Shop besteht alle prüfbaren Signale.
  • 0 von 20Versand- oder Retouren-Daten im SchemaDie konsistenteste Einzellücke der Stichprobe.
  • 9 von 20Kein maschinenlesbarer Katalog-Zugang7 passive Defaults, 2 aktive Sperren.
  • 2 von 20Faktisch geschlossen für AI-ZugriffePer robots.txt-Regeln oder Bot-Protection.
  • 2 von 20Irgendeine bewusste AI-Bot-PolitikDer Rest ist unberührter Default-Zustand.
  • 6 von 11Produktseiten ohne GTINVon den 11 prüfbaren Produktseiten.
  • 8 von 11Produktseiten ohne Bewertungs-MarkupVon den 11 prüfbaren Produktseiten.
  • 2 von 11Product-Schema fehlt oder kaputtVon den 11 prüfbaren Produktseiten.

Zwei Nenner sind hier wichtig. Die Zugangs-Signale waren bei allen 20 Shops prüfbar. Die Produktseiten-Signale (GTIN, Bewertungen, Schema) nur dort, wo ein offener Katalog eine Produkt-URL hergibt, und das sind 11 Shops. 6 von 11 ohne GTIN heißt 6 von 11, nicht 6 von 20.

Wie dein eigener Shop bei diesen Signalen abschneidet, misst der kostenlose Scan in rund 30 Sekunden.

Was auffällt

Die Versand-Lücke ist die lauteste Zahl. Kein einziger der 20 Shops sagt einem Agenten in lesbarer Form, was der Versand kostet oder wie Retouren laufen. Ein Käufer, der einen AI-Assistenten nach dem Versand fragt, bekommt eine Vermutung oder nichts.

Das zweite Muster ist, wie still es um das Thema ist. Nur 2 von 20 Shops zeigen überhaupt eine bewusste AI-Bot-Politik. Alles andere ist der unberührte Default-Zustand der Plattform. Ich lese das als Zeichen, dass das Thema auf den meisten Schreibtischen noch nicht angekommen ist, und das ist eine Lesart, keine Messung. n = 20 kann keinen Markt beweisen.

Methodik und Grenzen

Live-Prüfung per HTTP gegen die öffentlichen Shops am 02.07.2026, mit einem Standard-Client. 20 etablierte deutsche Shops quer durch die Kategorien, nach Bekanntheit ausgewählt, nicht zufällig. Geprüft wurden die acht Signale oben, sonst nichts.

Die Grenzen, offen benannt. Erstens lässt sich die Teilnahme an geschlossenen AI-Produkt-Feeds von außen nicht prüfen, also wurde sie nicht gezählt. Zweitens wurde die tatsächliche Präsenz in AI-Shopping-Indizes nicht abgefragt, nur die technische Grundlage dafür. Drittens kann Unerreichbarkeit für einen Standard-Client generische Bot-Protection sein statt einer AI-Entscheidung. Sie trifft AI-Crawler trotzdem genauso, deshalb zählt sie als Lücke, nicht als Absicht. Und die Stichprobe sind 20 Shops an einem Tag. Eine Momentaufnahme, keine Marktstudie.

Du zitierst diese Auswertung? Nenn sie so: manuelle Prüfung von 20 deutschen Shops, 02.07.2026, n = 20, nicht repräsentativ. Presse-Rückfragen erreichen mich über die Kontakt-Seite.

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